3. Mai – Internationaler Tag der Pressefreiheit

Mit dem Internationalen Tag der Pressefreiheit wird jedes Jahr seit 1994 am 3. Mai auf die Bedeutung freier Berichterstattung für die Existenz von Demokratien und Verletzungen der Pressefreiheit auf der Welt hingewiesen. Organisationen wie Reporter ohne Grenzen nutzen diesen Welttag, um auf konkrete Verstöße gegen die Pressefreiheit weltweit hinzuweisen.

www.unesco.de
Pressemitteilung, 28. April 2011

3. Mai: UNESCO-Welttag der Pressefreiheit

Preis für iranischen Journalisten Ahmad Zeidabadi

Den Guillermo-Cano-Preis für Pressefreiheit der UNESCO erhält in diesem Jahr der inhaftierte iranische Journalist Ahmad Zeidabadi. Die Auszeichnung findet am 3. Mai 2011 zur Feier des Welttages der Pressefreiheit in der US-Hauptstadt Washington statt. Zeidabadi hat sich immer wieder für Demokratie und Menschenrechte im Iran eingesetzt. Vor seiner Festnahme im Jahr 2009 arbeitete er als Chefredakteur und Journalist für iranische Zeitungen und BBC Persian.

„Ahmad Zeidabadi hat sich mutig und beharrlich für Presse- und Meinungsfreiheit eingesetzt. Die Pressefreiheit ist ein Menschenrecht, auf das alle anderen Bürgerrechte aufbauen. Anlässlich des Welttags der Pressefreiheit und der von der Jury geäußerten Bedenken zu Herrn Zeidabadis Gesundheit und Wohlergehen fordere ich die iranischen Behörden auf, ihn aus der Haft zu entlassen“, sagte UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokowa.

Zeidabadi ist zusammen mit weiteren Journalisten von der iranischen Regierung zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er sich an der „sanften Revolution“ während der  Präsidentschaftswahlen 2009 beteiligt hatte. Zudem erhielt der 45-Jährige ein lebenslanges Berufsverbot als Journalist. Zeidabadi war bereits in den Jahren 2000 und 2001 wegen kritischer Äußerungen für mehrere Monate inhaftiert worden.

Die UNESCO vergibt den Guillermo-Cano-Preis seit 1997 jährlich am Welttag der Pressefreiheit. Er ist mit 25.000 US-Dollar dotiert. Preisträger der vergangenen Jahre waren unter anderem der ermordete srilankische Journalist Lasantha Wickrematunge, die mexikanische Reporterin Lydia Cacho Ribeiro und die chilenische Journalistin Mónica González Mujica. Die Auszeichnung erinnert an den kolumbianischen Journalisten Guillermo Cano, der 1987 ermordet wurde.

Nach Angaben der UNESCO verloren in den letzten zehn Jahren mehr als 500 Journalisten bei der Ausübung ihres Berufes ihr Leben. Allein im Jahr 2010 wurden weltweit 60 Journalisten getötet. Die UNESCO unterstreicht, dass durch neue Technologien und Medien immer mehr Menschen Zugang zu Informationen erhalten. Gleichzeitig warnt sie vor neuen Formen der Zensur und Überwachung. Um auf das Problem aufmerksam zu machen, beschäftigt sich der diesjährige Welttag der Pressefreiheit mit den „Medien des 21. Jahrhunderts“. Die Prinzipien der Pressefreiheit müssen auch für das Internet gelten, betont die UNESCO.

Die UNESCO  feiert in diesem Jahr den 20. Jahrestag ihrer „Erklärung von Windhoek“, die 1991 in Namibia verabschiedet wurde. Sie betont die Rolle einer unabhängigen, freien und pluralistischen Presse für Demokratie und Meinungsfreiheit. In Erinnerung an die Annahme der Deklaration, erklärte die UNESCO 1993 den 3. Mai zum Welttag der Pressefreiheit. Die UNESCO verfügt als einzige UN-Organisation über das Mandat, das Menschenrecht auf Meinungs- und Pressefreiheit zu schützen.

Weitere Informationen: www.unesco.de/pressefreiheit.html

 

 

 

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